Warum arbeite ich im Stützpunkt Alltag?
- 14. Juli
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Aktualisiert: 28. Juli
Diese Frage beantwortet Gabriella Rohr, Sozialpädagogin und Regionalleiterin Süd-West
... weil ich mich mit der pädagogischen Haltung des Vereins voll und ganz identifizieren kann.

Der Stützpunkt Alltag gibt mir die Freiheit, dort anzusetzen, wo Unterstützung gerade gebraucht wird. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Wenn jemand nach einem schwierigen Gespräch oder einem belastenden Bescheid das Bedürfnis hat, dies auf einem Spaziergang zu besprechen, dann habe ich Zeit dafür. Wenn jemand einen positiven Bescheid erhalten oder ein persönliches Ziel erreicht hat, ist Zeit da, um dies zu feiern. Wenn jemand traurig ist und jemanden zum Zuhören braucht, ist ebenfalls Zeit da, die schlechten Gefühle gemeinsam auszuhalten. Genau diese Flexibilität macht die Arbeit beim Stützpunkt Alltag für mich so besonders.
Die Haltung des Vereins lässt sich für mich folgendermassen beschreiben: Wir sind die Taschenlampe, nicht der Kompass. Wir geben dem Menschen keinen Weg vor oder entscheiden über sein Leben. Stattdessen begleiten wir ihn dabei, seinen eigenen Weg zu erkennen. Auch dann, wenn er aktuell verdeckt erscheint.
Als Regionalleiterin schätze ich ausserdem, dass ich im Verein aktiv mitgestalten kann. Der Stützpunkt Alltag entwickelt sich stetig weiter und ich darf meine Ideen einbringen, Prozesse mitdenken und Veränderungen mitgestalten. Dabei wird mir Vertrauen entgegengebracht und meine Meinung gehört.
Für mich ist der Stützpunkt Alltag deshalb mehr als einfach nur ein Arbeitsplatz. Er ist ein Ort, an dem Menschlichkeit, Vertrauen und Individualität gelebt werden – für unsere Klienten genauso wie innerhalb unseres Teams.



